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Kommunale Verwaltungen stehen mitten in der digitalen Transformation. Neue Fachverfahren, gesetzliche Vorgaben, digitale Bürgerdienste und veränderte Arbeitsprozesse erhöhen kontinuierlich die Anforderungen an Mitarbeitende – fachlich, technisch und organisatorisch. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen neue Kompetenzen aufgebaut werden: digitale Anwendungen sicher bedienen, rechtliche Vorgaben korrekt einordnen, Prozesse neu denken und Veränderungen aktiv mittragen. Weiterbildung wird damit zur zentralen Voraussetzung für eine handlungsfähige Verwaltung.
Gleichzeitig ist der Arbeitsalltag vieler Verwaltungen von hoher Auslastung, Personalmangel und festen Aufgabenstrukturen geprägt. Zeitfenster für mehrtägige Präsenzschulungen sind rar, Vertretungen schwer zu organisieren und Reisekosten ein zusätzlicher Faktor. Klassische Weiterbildungsformate stoßen unter diesen Bedingungen zunehmend an ihre Grenzen.
Die Folge: Weiterbildung wird zwar als notwendig erkannt, scheitert in der Praxis jedoch häufig an Zeit, Organisation und Verfügbarkeit. Genau hier setzt eine zentrale Erkenntnis an: Wenn Verwaltungen ihre Mitarbeitenden kontinuierlich qualifizieren wollen, brauchen sie Lernformen, die sich an den Arbeitsalltag anpassen.
Vorteile digitaler Lernplattformen im kommunalen Alltag
Richtig eingesetzt bieten Lernplattformen klare Vorteile für Mitarbeitende, Führungskräfte und Organisationen:
- Flexibilität: Selbstlernformate lassen sich in individuelle Zeitfenster integrieren.
- Transparenz: Lernfortschritte, absolvierte Module und Zertifikate sind jederzeit nachvollziehbar.
- Struktur und Motivation: Lernpfade und klar definierte Lernziele fördern kontinuierliches Lernen.
- Kosteneffizienz: Reise-, Unterbringungs- und Materialkosten entfallen.
- Skalierbarkeit: Inhalte stehen vielen Mitarbeitenden gleichzeitig zur Verfügung – unabhängig vom Standort.
Damit diese Vorteile wirksam werden, müssen Lernplattformen jedoch didaktisch und organisatorisch durchdacht sein.
Erfolgsfaktoren für gelingendes Selbstlernen
1. Didaktisches Konzept
Selbstlernen funktioniert nicht durch das bloße Bereitstellen von Informationen. Entscheidend ist ein didaktisches Konzept, das aktives Lernen und den Transfer in die Praxis unterstützt. Interaktive Module, Quizze, praxisnahe Aufgaben sowie multimediale Elemente wie Videos oder Grafiken helfen, auch komplexe Themen verständlich aufzubereiten. Feedback-Funktionen geben Orientierung und unterstützen beim Erreichen der Lernziele.
2. Nutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit
Eine Lernplattform muss intuitiv bedienbar sein. Klare Navigation, logisch aufgebaute Inhalte und kurze, alltagstaugliche Lerneinheiten (Learning Nuggets) erleichtern den Einstieg. Die mobile Nutzbarkeit sorgt dafür, dass Lernen nicht an einen festen Arbeitsplatz gebunden ist.
3. Integration in den Arbeitsalltag
Selbstlernen entfaltet seine Wirkung erst dann vollständig, wenn es in den Arbeitsalltag integriert ist. Lernplattformen ermöglichen es, Wissen anlassbezogen aufzubauen und direkt im Job anzuwenden. Gleichzeitig erhalten Führungskräfte Transparenz über Lernstände und können Weiterbildung gezielt unterstützen.
Wie Selbstlernen in der Praxis unterstützt wird
Weiterbildungsbedarf entsteht in Verwaltungen häufig situativ. Neue Vorgaben, Prüfungen oder konkrete Fragestellungen erfordern kurzfristigen Kompetenzaufbau.
Benötigt beispielsweise eine Mitarbeiterin der Bauverwaltung Wissen zur Korruptionsprävention im öffentlichen Dienst, kann sie unmittelbar auf die Lernplattform zugreifen. Ein strukturierter Lernpfad führt sie durch kurze Module, ergänzt durch praxisnahe Fallbeispiele aus dem kommunalen Alltag. Verständnisfragen geben direktes Feedback, ein Zertifikat dokumentiert den Lernerfolg automatisch. Rückfragen an Expert:innen sind ebenfalls möglich.
Das Ergebnis:
Lernen wird nicht aus dem Arbeitsalltag herausgelöst, sondern genau dort verankert – bedarfsgerecht, integriert und ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen.
Selbstlernen bei der aconium Akademie: kommunal, praxisnah, nachhaltig
Mit der Lernplattform der aconium Akademie bieten wir bedarfsorientierte Selbstlernformate, die speziell auf die Anforderungen von Kommunen und öffentlichen Organisationen zugeschnitten sind. Die Inhalte sind praxisnah, modular aufgebaut und entlang realer Aufgaben im Verwaltungsalltag konzipiert.
Ob Datenschutz, Informationssicherheit, digitale Fachverfahren, GIS, LoRaWAN oder Korruptionsprävention: Unsere Lernangebote befähigen Mitarbeitende, sich Kompetenzen selbstständig anzueignen – flexibel, nachvollziehbar und nachhaltig. Selbstlernen wird so zu einem festen Bestandteil moderner kommunaler Weiterbildung.
Hier geht es zur Lernplattform der aconium Akademie.
In den vergangenen Wochen haben wir in unserem Newsroom regelmäßig Kompetenzen in den Mittelpunkt gestellt, die für die Verwaltung der Zukunft entscheidend sind – von digitalen Fachverfahren über Datenschutz und Informationssicherheit bis hin zu smarten Infrastrukturen.
Wir freuen uns, wenn Sie unsere nächste Themenreihe ebenfalls begleiten und gemeinsam mit uns weiterdenken, wie Weiterbildung die digitale Transformation der Verwaltung nachhaltig unterstützt.
