Noch nicht
genug gelesen?
Digitale Transformation, neue gesetzliche Anforderungen und technologische Entwicklungen verändern die Arbeit im öffentlichen Sektor spürbar. Kommunalverwaltungen, Ministerien und Bildungseinrichtungen stehen vor der Herausforderung, Wissen kontinuierlich zu aktualisieren und gleichzeitig den Arbeitsalltag handlungsfähig zu halten. Dafür braucht es Lernangebote, die fachlich korrekt sind, reale Verwaltungspraxis abbilden und den Transfer in den Arbeitsalltag gezielt unterstützen.
Die aconium Akademie entwickelt Lernmedien und Trainingsformate, die genau hier ansetzen: praxisorientiert, zielgruppengerecht und flexibel nutzbar. In diesem Beitrag geben wir einen Einblick in unsere Arbeitsweise und zeigen, wie nachhaltige Lernangebote für die öffentliche Verwaltung entstehen.
Ausgangspunkt: Bedarf, Kontext und Anwendbarkeit
Die Entwicklung unserer Lernmedien folgt einem systematischen, praxisorientierten und partizipativen Ansatz. Ausgangspunkt sind immer konkrete Bedarfe der Zielgruppen im öffentlichen Sektor. Diese werden kontinuierlich erhoben und geschärft durch:
– Bedarfsanalysen und Feedback aus laufenden Projekten und Schulungen, etwa zu Verständlichkeit, Praxisbezug oder Zeitbudgets im Arbeitsalltag
– den Austausch mit Fachexpert:innen und Praktiker:innen aus Verwaltungen und öffentlichen Einrichtungen
– die Analyse aktueller gesetzlicher und technologischer Entwicklungen, um Inhalte aktuell und rechtssicher zu halten
– die Beobachtung zentraler Trends der digitalen Transformation, z. B. neue Plattformen, KI-Einsatz oder veränderte Prozesslogiken
So stellen wir sicher, dass Lernziele nicht nur theoretisch relevant sind, sondern direkt anwendbar bleiben. Inhalte orientieren sich an typischen Rollen, Fällen, Entscheidungswegen und Dokumentationsanforderungen der Verwaltungspraxis.
Von der Anforderung zum Portfolio: Co-Kreation und Iteration
Das Lernportfolio der aconium Akademie entsteht nicht am Reißbrett, sondern in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Dozent:innen und Fachexpert:innen. Diese Co-Kreation bringt zwei entscheidende Vorteile:
Erstens wird fachliche Qualität gesichert. Terminologie, Rechtsbezüge, Prozesslogiken und Praxisbeispiele werden von Expert:innen geprüft und aktualisiert. Zweitens gelingt die didaktische Übersetzung komplexer Inhalte in lernbare Strukturen. Dozent:innen bringen die Erfahrung mit, typische Missverständnisse zu erkennen und Inhalte so aufzubereiten, dass sie verständlich und anwendbar sind.
Die Entwicklung erfolgt iterativ – von der Konzeption über Prototypen und Pilotierungen bis zur kontinuierlichen Überarbeitung auf Basis von Feedback aus Trainings und Projekten. So entstehen Lernmedien, die unterschiedliche Vorkenntnisse berücksichtigen und bei Bedarf individuelle Lernpfade ermöglichen, etwa durch getrennte Grundlagen- und Vertiefungsmodule.
Lernmedien im Einsatz: Formate und Lernziele
Unterschiedliche Lernziele erfordern unterschiedliche Formate. Die aconium Akademie setzt deshalb auf einen modularen Methodenmix:
– Web Based Trainings (WBTs): Interaktive, multimediale Kurse für skalierbares Lernen, z. B. zu Grundlagen, Prozessen oder Toollogiken. Wissenschecks fördern aktives Lernen.
– Erklärvideos: Kurze Visualisierungen machen komplexe Abläufe, Rollen oder Systemarchitekturen schnell verständlich.
– Learning Nuggets (Microlearning): Kompakte Einheiten für Lernen im Arbeitsfluss, ideal für Regeln, Begriffe, Updates oder Checklisten
– Blended Learning: Die Kombination aus Selbstlernphasen und Live-Formaten eignet sich besonders, wenn neben Wissen auch Anwendung und Reflexion gefragt sind.
– Digitale Workshops & Webinare: Interaktive Formate zur Klärung, Übung und Fallarbeit mit direktem Praxisbezug
– OnSite-Seminare und Inhouse-Formate: Besonders wirksam, wenn Teams gemeinsam Prozesse weiterentwickeln oder Rollen und Schnittstellen klären müssen
Ergänzend kommen Arbeitsmaterialien wie Checklisten, Vorlagen oder Transferaufgaben zum Einsatz. Sie unterstützen den Schritt vom Wissen zur Umsetzung und erhöhen den Nutzen im Arbeitsalltag.
Didaktische Ansätze: Warum sie funktionieren
Die aconium Akademie setzt gezielt auf didaktische Methoden, die Aufmerksamkeit, Verständnis und Transfer fördern:
– Storytelling und kontextualisiertes Lernen: Inhalte werden in nachvollziehbare Handlungsabläufe eingebettet. Das erleichtert das Einordnen und zeigt, warum bestimmte Schritte relevant sind.
– Gamification mit Augenmaß: Punktesysteme oder kleine Challenges machen Fortschritte sichtbar und geben Feedback, ohne vom Lernziel abzulenken.
– Interaktive Entscheidungsszenarien: Realistische Fälle ermöglichen es, Entscheidungen in einem sicheren Rahmen zu treffen und deren Konsequenzen zu reflektieren.
Ergänzt wird dies durch bewährte Grundprinzipien wie Aktivierung statt reiner Wissensvermittlung, kognitive Entlastung durch klare Strukturierung und ein konsequentes Transferdesign.
Flexibel lernen im Arbeitsalltag
Ein zentrales Qualitätsmerkmal unserer Lernmedien ist ihre Alltagstauglichkeit. Lernangebote werden nachhaltiger genutzt, wenn sie:
– in kurzen, modularen Einheiten verfügbar sind,
– einen klaren Nutzen für konkrete Aufgaben bieten,
– und durch synchrone Elemente Raum für Austausch und Klärung schaffen.
Gerade in dezentralen Organisationen oder bei begrenzten Zeitfenstern ist diese Flexibilität entscheidend für den Lernerfolg.
Qualitätssicherung: Wirksamkeit im Blick
Damit Lernmedien nicht nur gut gestaltet sind, sondern tatsächlich wirken, ist Evaluation fester Bestandteil unseres Prozesses. Feedback aus Schulungen, Rückmeldungen aus der Praxis und Lernstandsüberprüfungen fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung ein. Ziel ist keine maximale Inszenierung, sondern verlässliche, anwendungsnahe Kompetenzentwicklung.
